Ich hoffe, ihr hattet ruhige und besinnliche Weihnachtstage im Kreise eurer Familie. Meine waren so familiär und so intensiv, dass ich nicht einmal dazu gekommen bin, euch etwas für die Silvesternacht vorzuschlagen.
Dafür habe ich jetzt etwas, das sich nicht nur für diese ganz besondere Nacht eignet, sondern für jede Karnevalsparty. Faworki-Rosen sind, genau wie die klassischen Faworki (knuspriges, in Fett ausgebackenes Gebäck, auch Chrust genannt), wohl jedem bekannt. Bei uns zu Hause gab es sie fast an jedem Silvester. Leider hat meine Familie sie ein wenig vergessen, deshalb wollte ich das Rezept in Erinnerung rufen und euch einladen, sie mit mir „wiederzubeleben“.
Mit diesem Rezept möchte ich meine Blog-Saison im neuen Jahr beginnen und euch und euren Familien ein glückliches, leckeres neues Jahr voller Lächeln und warmer Gedanken wünschen, und dass alle eure Vorsätze und Träume in Erfüllung gehen!!
Faworki-Rosen
Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig (vom Mehl bis zum Spiritus) verbinden und zu einem festen, ziemlich elastischen Teig verkneten. Für die Faworki lässt man das Backpulver weg. Der Teig sollte nicht an den Händen kleben. Etwa 15 Minuten ruhen lassen. Danach den Teig in 2 Portionen teilen. Eine Portion auf leicht bemehlter Fläche hauchdünn zu einer Platte ausrollen (die zweite Hälfte in Frischhaltefolie wickeln). Rosen oder Faworki ausschneiden. Mit der zweiten Teighälfte genauso verfahren.
Rosen:
Aus dem ausgerollten Teig 3 Kreise in unterschiedlicher Größe ausschneiden (3 Kreise für 1 Rose). Ich nehme dafür 2 Gläser in verschiedenen Größen und ein Stielglas. Die Mitte jedes Kreises drücke ich leicht mit dem Finger an und schneide jeden Kreis mit einem Messer an 4 Stellen bis zum Finger ein. Die Mitte des größten Kreises bestreiche ich leicht mit Eiweiß und lege den kleineren Kreis (ebenfalls eingeschnitten) darauf, sodass die Einschnitte nicht übereinanderliegen. Dann bestreiche ich wieder die Mitte und lege den kleinsten eingeschnittenen Kreis darauf, wieder so, dass sich die Einschnitte nicht treffen. Zum Schluss drücke ich die Rose in der Mitte fest mit dem Finger an, damit alle Kreise gut zusammenhalten.
Rosen vor dem Backen
Faworki:
Den ausgerollten Teig der Länge nach in etwa 4×2 cm große Streifen schneiden. Die Mitte jedes Streifens längs einschneiden (etwa 1 cm). Ein Ende des Streifens durch den Schlitz ziehen und leicht strecken. Nicht zu stark ziehen, damit sich das Loch nicht zu sehr vergrößert.
Faworki
Ausbacken:
Das Fett in einer tiefen Pfanne oder in einem Topf mit dickem Boden erhitzen. Die Rosen mit dem kleinsten Kreis nach unten ins Fett legen. Nach einem Moment wenden.
Rosen beim Ausbacken
Auch die Faworki von beiden Seiten backen. Dabei darauf achten, dass sie nur goldbraun werden und nicht verbrennen.
Sobald sie goldbraun sind, auf Löschpapier oder Küchenpapier zum Abtropfen legen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.
Hinweise:
Aus diesem Rezept kann man sowohl Faworki als auch Rosen machen. Für die Faworki sollte man allerdings auf das Backpulver verzichten.

KOCHBUCH
Barbara

