Hallo, ihr Lieben! Heute scheint ein angenehmerer, aber auch kühlerer Tag zu werden. Der Winter rückt mit großen Schritten näher.
Wie ich gestern schon geschrieben habe, habe ich zur Geburt der Tochter unserer Nachbarn eine Torte gebacken. Für eine Torte braucht man natürlich einen Biskuit.
Ich habe lange überlegt, ob ich euch mein nicht ganz gelungenes Werk zeigen soll, aber im Grunde lernt man ja aus Fehlern. Und zwar nicht immer nur aus den eigenen.
Hier zeige ich euch also den Biskuit, dessen Rezept in meinem magischen Heft steht.
Ein Fehler, den man nicht wiederholen sollte: Ich habe eine zu kleine Form für den Biskuit genommen. Ich habe nur die halbe Portion gebacken (die Zutaten gebe ich aber für eine Springform in „normaler“ Größe an) und die Größe der Form falsch eingeschätzt. Außerdem ist der Teig so schön aufgegangen, dass sich ein „Pilzkopf“ gebildet hat. Die Ränder des „Pilzkopfes“ habe ich einfach abgeschnitten, danach hat er mich nicht mehr gestört.
Zum Glück hat das Aussehen dem Geschmack nicht geschadet, und der Biskuit ist herrlich eierig und fluffig geworden. Was mir an ihm besonders gefällt: Er ist nach dem Backen nicht zusammengefallen.
Zutaten:
5 Eier
knapp 1 Glas Zucker (knapp 250 ml)
1 Glas Mehl (250 ml)
1 EL Kartoffelstärke
1,5 TL Backpulver
EDIT: Ich habe das Rezept überarbeitet, denn nachdem ich viele andere Rezepte durchgesehen hatte, wollte ich eine andere Zubereitungsart für diesen Biskuit ausprobieren (Variante 2), nach der der Biskuit mir fluffiger vorkommt. Die Mengen habe ich nicht verändert. Ich gebe aber beide Varianten an.
Variante 1:
Den Backofen auf 170 Grad vorheizen.
Die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig und weißlich aufschlagen. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver und die Kartoffelstärke dazugeben. Das Eiweiß steif schlagen, sodass man es schneiden kann. Das ist wichtig, denn das Eiweiß muss „stark“ genug sein, um den restlichen Teig zu tragen.
Alles leicht, aber gründlich mit den übrigen Zutaten vermengen und 30 Minuten backen. Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Variante 2:
Den Backofen auf 170 Grad vorheizen.
Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen und ganz am Ende des Schlagens langsam den Zucker zugeben. Wenn das Eiweiß glänzt, nacheinander jeweils ein Eigelb unterschlagen. Zum Schluss löffelweise die miteinander vermischten und gesiebten Mehle mit dem Backpulver zugeben und dabei leicht unterrühren. Nur so lange vorsichtig rühren, bis sich alle Zutaten verbunden haben. Auf das Blech geben und backen, wie in Variante 1 angegeben.
Wenn ihr den Biskuit in Tortenböden schneiden möchtet, backt ihn am besten einen Tag vorher. Dann lässt er sich leichter schneiden.
Und hier ist mein zweites, etwas „verunglücktes“ Werk – die Torte. Die Vorlage habe ich bei aga0286 auf mniammniam.com gesehen. Daran muss ich allerdings noch ein bisschen arbeiten.
Schon früher habe ich gelesen, dass man die Masse aus Marshmallows nicht zu dünn ausrollen sollte. Jetzt weiß ich auch, warum, und schreibe es euch für alle Fälle. Eigentlich ist es logisch, aber Blondinen denken nicht immer logisch, stimmt’s? (Nichts für ungut, liebe Blondinen ;)) Wenn die Masse zu dünn ist, scheint der Untergrund durch und sie reißt. Außerdem haben sich stellenweise Bläschen unter der Masse gebildet, die sich nur schwer entfernen ließen. Beim nächsten Mal werde ich daran denken. Leider hat das quengelnde Kind mir keine Zeit mehr für Korrekturen gelassen. Zum Glück hat den Nachbarn die Torte gefallen und geschmeckt.
Als Creme für die Torte habe ich eine Mascarpone-Creme verwendet, in der Variante ohne Eier.

KOCHBUCH
Barbara

