Eigentlich wollte ich dieses Rezept in diesem Jahr gar nicht mehr veröffentlichen, weil ich nichts mehr zum Fotografieren hatte. Aber ermutigt von ein paar begeisterten Stimmen tue ich es nun doch.
Dieser Likör (auf Polnisch „nalewka“, also ein Ansatzlikör) ist ideal für Ungeduldige und Faule. Im Vergleich zu anderen Ansatzlikören, zum Beispiel mit Erdbeeren oder Holunder, muss man nicht lange warten, bis man ihn trinken kann, und man hat auch nicht viel Arbeit damit. Außerdem gibt es Minze fast überall und das über lange Zeit. Am besten eignen sich allerdings die Blätter von junger Minze, die noch nicht blüht. Wenn du noch irgendwo welche hast und ab und zu gern ein Gläschen erfrischenden Likör trinkst, probiere ihn unbedingt aus!
Das Rezept kursiert in der Familie seit mindestens ein paar Jahren, und jeder ist stolz auf sein eigenes Werk, das natürlich das beste und leckerste ist. Ich vermute, dass die Unterschiede im Geschmack von der Minzsorte abhängen. Meine ist kräftig im Geschmack und hat kräftige, dicke Blätter. Der Likör schmeckt intensiv nach Minze und ist herrlich erfrischend.
Zutaten:
- 2 große Handvoll Minzblätter
- ½ Glas Zucker (ca. 125 ml)
- Schale von ½ Zitrone
- ½ Liter guter Wodka
Die Minzblätter zerzupfen und in einen Topf geben. Mit dem Zucker bestreuen und mit 2 EL Wasser übergießen, dann leicht aufkochen, bis die Minze ihren Saft abgibt. Die Zitronenschale hinzufügen, umrühren und abkühlen lassen. In eine dunkle Flasche oder ein Glas füllen, mit dem Wodka übergießen und 14 Tage stehen lassen. Abseihen, und schon kann man ihn trinken.
Zusätzliche Hinweise:
Wenn du keine dunkle Flasche hast, stelle den Likör an einen dunklen Ort.
Guten Appetit!

KOCHBUCH
Barbara

