Diese Brötchen, eigentlich Muffins „auf dem Kopf“, sind für mich wie kleine, süße Sonnen. Es ist diese lebendige orange Farbe, die mich so anspricht. Ich habe sie an einem trüben Tag Anfang März gebacken, um mir die Laune aufzuhellen. Der Anblick und der Duft der frisch gebackenen Brötchen haben das natürlich ganz zuverlässig geschafft. Zwar ist die Orangensaison schon vorbei (übrigens empfehle ich dazu den Saisonkalender für Obst und Gemüse von Bea), aber es gibt noch leckere, saftige Früchte zu kaufen. Für diese Brötchen braucht man keine großen Orangen, denn die Scheiben müssen ohnehin zur Größe der Muffinform passen.

Orangenbrötchen
Das Rezept stammt aus der Beilage zur Gazeta Wyborcza „Kulinarny atlas świata – kuchnia żydowska“ (Kulinarischer Weltatlas – Jüdische Küche).
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Die Eier schaumig aufschlagen, den Orangensaft und die Butter hinzufügen und weiterschlagen, bis eine glatte Masse entsteht. Anschließend das gesiebte Mehl, den Zucker, das Backpulver und das Salz unterrühren.
Die Muffinförmchen mit Butter einfetten, jeweils einen Teelöffel Honig hineingeben, eine Orangenscheibe darauflegen und mit dem Teig füllen. 30 Minuten backen, dann die Brötchen vorsichtig aus den Förmchen lösen und servieren. Am besten schmecken sie noch warm.
Guten Appetit!
Das Rezept reiche ich bei der Aktion „Z widelcem po Azji“ (Mit der Gabel durch Asien) ein.

Orangenbrötchen
Und jetzt etwas ganz anderes, fernab der Küche. An einem so kalten und dunklen Tag wie heute musste ich einfach meine Fotos hervorholen und mir ansehen, wie es noch vor zwei Tagen aussah. Ich warte schon ungeduldig darauf, dass es wärmer wird. Ich liebe den Frühling. Wahrscheinlich liebt ihn aber sowieso jeder. Alle warten auf die ersten Primeln, Krokusse, Tulpen, Forsythienblüten … Zum Glück ist der Frühling bei mir vor dem Fenster und unter meinem Fenster schon seit Längerem da, und ich kann mich an den schönen Anblicken erfreuen. An sonnigen Tagen mache ich furchtbar gern eine „Runde“ durch den Garten und schaue zu, wie sich die Natur von Tag zu Tag verändert. Aber auch an scheinbar ungemütlichen Tagen mag ich den Frühling. Warum? Weil ich, wohin ich auch schaue, grüne Bäume und Sträucher sehe, eine blühende Magnolie, jede Menge Frühlingsblumen und Vögel, die eifrig an ihrem Nest bauen. Und diese Farben … Wenn ihr Lust habt, schaut mit mir zusammen.

Frühling
Und das hier ist mein Gemüse im Garten: Brokkoli, Zucchini und Salat. Ich hoffe, dass sie von den gefräßigen Schnecken verschont bleiben.

Garten

KOCHBUCH
Barbara


