Ich war auf der Suche nach einem Rezept für Tortellini, bin dann auf Pelmeni gestoßen und habe am Ende etwas zubereitet, das eher an Ravioli erinnert. Aber das, was dabei herausgekommen ist, war köstlich.
Pelmeni sind kleine Teigtaschen, die aus Russland, genauer gesagt aus Sibirien, stammen. Man kann sie als eigenständiges Gericht essen oder als Einlage in Suppen. Der Teig wird traditionell aus Mehl, Ei, Wasser und Salz zubereitet. Um das Ei zu vermeiden, habe ich allerdings meinen selbstgemachten Nudelteig verwendet.
Pelmeni
Pelmeni haben eine Fleischfüllung aus Hackfleisch, im Grunde vermutlich von jeder Sorte. Das Fleisch wird zwischen zwei Teigkreisen „eingeschlossen“, die man miteinander verklebt, und anschließend in Brühe gekocht. Das Prinzip ist im Grunde ähnlich wie bei Pierogi, Tortellini, Uszka (kleine polnische Teigtäschchen für Barszcz) und anderen ähnlichen Gerichten.
Soweit ich weiß, serviert man Pelmeni mit saurer Sahne oder mit Butter und Essig (oder ohne Essig) oder mit einer Mischung aus Knoblauch, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Essig. Ich habe sie mit in Butter gedünsteten und goldbraun angebratenen Zwiebeln serviert, was mir sehr gut geschmeckt hat. Auch die Variante mit saurer Sahne habe ich probiert und kann sie ebenfalls empfehlen. Die Essigmischung habe ich mich nicht getraut auszuprobieren. Man kann außerdem den Sud verwenden, in dem die Pelmeni gekocht wurden. Dazu gibt man einen Löffel Sud in einen tiefen Teller, fügt etwas Brühe hinzu und legt die Pelmeni auf diese Mischung. So empfiehlt es auch die Autorin des Rezepts.
Das Rezept stammt von chefkoch.de
Pelmeni
Zutaten:
Teig für selbstgemachte Nudeln oder ein beliebiger Nudelteig mit Ei und etwas Salz
Füllung:
- 250 g beliebiges Hackfleisch (ich hatte gemischtes Rind-Schwein-Hack)
- 1 Zwiebel
- 1 TL Salz
- ½ TL Pfeffer
- 1 große Prise scharfes Paprikapulver
- ½ Glas heißes Wasser
- ½ Glas Sahne
Zum Kochen:
- 10 Pfefferkörner
- 1 Lorbeerblatt
Pelmeni
Die Zwiebel schälen und fein hacken. Alle Zutaten für die Füllung vermengen (das Fleisch soll roh sein).
Den Nudelteig zubereiten und dünn ausrollen. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, die Füllung aufzubringen. Man kann zuerst Kreise ausschneiden (bei mir waren es Quadrate), jeweils einen halben Teelöffel Füllung daraufsetzen und mit einem zweiten Kreis bedecken, die Ränder gut zusammendrücken und verkleben. Man kann auch die Füllung in Abständen auf die ausgerollte Teigplatte setzen, mit einer zweiten Teigplatte bedecken und erst dann die Teigtaschen ausschneiden und verkleben. Die dritte Methode funktioniert wie bei den Uszka: Kreise ausschneiden, Füllung daraufgeben, den Kreis zur Hälfte zusammenklappen, zusammenkleben und die Ecken miteinander verbinden. Die Methode ist beliebig. Ich habe mich für quadratische Pelmeni à la Ravioli entschieden. Die fertigen Pelmeni auf ein mit Mehl bestreutes Brett legen, damit sie nicht aneinander kleben.
2 Liter Wasser mit den Pfefferkörnern und dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen. Nach Belieben kann man auch eine halbe Zwiebel hinzufügen. Die Pelmeni portionsweise in das kochende Wasser geben und etwa 15 Minuten in leicht sprudelndem Wasser garen. Abgießen und servieren, wie ich es in der Einleitung beschrieben habe. Ich habe sie mit in Butter goldbraun gebratenen Zwiebeln serviert.
Guten Appetit!

KOCHBUCH
Barbara

