Saison im Oktober: Kürbis, Äpfel und Pflaumen. Was koche ich jetzt?
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Kuchen · Rezept Nr. 30

Sernik wiedeński – Wiener Käsekuchen

Sernik wiedeński, der polnische Wiener Käsekuchen: einfach, zart und cremig. Dazu meine Tipps, damit er beim Backen gelingt, und das Rezept aus Mamas Sammlung.

Rezept

Sernik wiedeński – Wiener Käsekuchen

Zutaten

Ich habe kürzlich wieder ein Rezept aus meiner Familiensammlung ausprobiert. Die Feiertage rücken näher und es werden bald überall massenhaft Käsekuchen gebacken. Deshalb wollte ich eines der vielen Rezepte testen, die ich besitze.

Ich möchte euch heute den Sernik wiedeński, den Wiener Käsekuchen, vorstellen.

Ich weiß nicht, warum sich so viele Leute nicht an einen solchen Käsekuchen trauen. Er ist ganz einfach zuzubereiten, und dazu noch zart und er zergeht auf der Zunge.

Als Test habe ich diesen Käsekuchen mit bereits cremig gerührtem Quark gemacht (die Mengen habe ich nicht verändert), weil ich hier nur schwer polnischen Twaróg im Block bekomme. Dadurch war mein Käsekuchen sehr feucht. Geschmacklich ist er trotzdem himmlisch. Ohhhh, ich liebe Käsekuchen!

Ich habe nachgelesen, wie man einen Käsekuchen backt, der nicht zusammenfällt. Oft ist von speziellen Zutaten oder Backmethoden die Rede. Bei den einen funktioniert es, bei den anderen nicht. Ich mag keine speziellen Stabilisatoren und backe deshalb ohne. Ein bewährtes Mittel gegen das Einfallen des Käsekuchens habe ich auch nicht gefunden. Es gibt unzählige Meinungen und Methoden. Ich halte es mit der Version, dass das einfach zum Charme des Wiener Käsekuchens gehört: Er fällt zusammen. Und das mag ich sehr.

Beim Backen ist es wichtig, den Teig in einen gut vorgeheizten Backofen zu schieben. Außerdem darf man den Ofen während des Backens nicht öffnen und den Käsekuchen weder anstoßen noch einstechen. Das mögen Käsekuchen nicht. Es ist auch besser, ihn etwas stärker bräunen zu lassen, als ihn zu früh herauszunehmen. Dann besteht die Chance, dass er weniger einfällt.

Ach ja, beim nächsten Mal würde ich weniger Zucker nehmen, denn für mich war er zu süß. Aber das ist, wie immer, Geschmackssache.

Wiener Käsekuchen

Zutaten:

  • 8 Eier
  • 400 g Puderzucker
  • Vanillezucker
  • 1 kg fetter Twaróg (polnischer Quark, zweimal gemahlen)
  • 4 EL Grieß
  • 1 EL Weizenmehl
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • 1 Päckchen Butter (250 g)
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 1 Fläschchen Aroma (ich habe Rum-Aroma verwendet)
  • Rosinen oder kandierte Orangenschale

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Eier trennen. Die Butter schmelzen.

Die Eigelbe mit dem Puderzucker schaumig rühren, den Vanillezucker, den gemahlenen Twaróg und nach einer Weile den Grieß, das Mehl und die Kartoffelstärke hinzufügen. Dann unter ständigem Rühren die geschmolzene, abgekühlte Butter einrühren und erst ganz zum Schluss das Backpulver einstreuen, das Aroma hineingeben und die Rosinen oder die Orangenschale untermischen. Wichtig ist, dass alles gut miteinander vermischt ist.

Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Käsemasse heben.

In eine vorbereitete Springform oder eine rechteckige Backform füllen und 1 Stunde backen.

Wie groß die Form sein sollte, kann ich allerdings nicht genau sagen. Ich vermute, in „normaler“ Größe (meine Mama hat immer in einer großen rechteckigen Form oder einer großen Springform gebacken).

Ich habe nur ¼ der Menge gemacht und in einer Form mit 16 cm Durchmesser gebacken.

Guten Appetit!