Mmh! Das fällt mir als Erstes ein, wenn ich die Fotos sehe und an meinen Aufenthalt in Spanien zurückdenke. Damals habe ich mich an Paella so richtig satt gegessen: an ganz unterschiedlichen, mit Meeresfrüchten, ohne Meeresfrüchte und an schwarzer Paella (gefärbt mit Tintenfischtinte). Und obwohl ich in der Nähe von Valencia war, wo man die Paella eher ohne Meeresfrüchte, dafür mit Hähnchen- und Kaninchenfleisch serviert, habe ich am häufigsten die Paella mit Meeresfrüchten bestellt. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich liebe alle Arten von Schalentieren und anderen Meeresbewohnern :)
Paella ist ein Gericht für Gesellschaft. Noch heute erinnere ich mich an eine Gruppe junger Spanier, die bei lauter Musik tanzend und lachend gemeinsam eine Paella zubereitet haben. Sie waren in einer Art Club, in dessen Mitte eine große Feuerstelle und eine riesige, flache Paellapfanne standen. Genau so stelle ich mir die Zubereitung einer solchen Paella vor.
Paella mit Meeresfrüchten, und Paella überhaupt, ist nicht so kompliziert, wie man meinen könnte. Man braucht nur etwas Zeit und Fingerspitzengefühl, damit der Reis richtig gelingt. Am besten eignet sich spezieller Paellareis mit kurzen Körnern. Wenn ihr keinen findet, könnt ihr ihn notfalls durch Arborio-Reis ersetzen, den man für Risotto verwendet.
Paella mit Meeresfrüchten
Bei der Paella kommt es darauf an, dass sie leicht anbrennt. Der Reis soll klebrig sein, nicht körnig-locker, und am Boden sollte sich eine leicht klebrige, etwas angebrannte Schicht befinden, die der Paella genau dieses gewisse Etwas gibt.
Wenn du keinen Safran hast, nimm rotes Paprikapulver und für die Farbe eventuell etwas Lebensmittelfarbe (das ist aber nicht unbedingt nötig). Kurkuma würde ich nicht verwenden, denn sie passt überhaupt nicht zu diesem Gericht und kann es nur verderben.
Wie gesagt, ich mag Paella mit Meeresfrüchten am liebsten und habe bei der Zubereitung nicht an ihnen gespart. Wenn du zum Beispiel keine frischen Muscheln bekommst, kannst du auf sie verzichten. Hähnchen (oder Kaninchen) und Garnelen und/oder Kalmare reichen aus.
Wenn du in Spanien Urlaub machst, probiere dieses Gericht unbedingt!
Zubereitung – Paella mit Meeresfrüchten:
Die Muscheln durchsehen und die aussortieren, die bereits geöffnet sind. Die übrigen putzen und dämpfen, den Kochsud aufbewahren. 6–8 Garnelen etwa eine Minute in kochendem Wasser garen. Aus dem Wasser nehmen und den Sud zum Muschelsud geben. Die restlichen, ungekochten Garnelen schälen.
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Hähnchenstücke langsam braun anbraten. Die Kalmare dazugeben und weiterbraten, dabei nacheinander die grüne Paprika, dann die Tomaten, den Knoblauch sowie die Erbsen oder Bohnen hinzufügen.
Das Wasser vom Garen der Garnelen und Muscheln mit der Brühe mischen, sodass etwa 1 ½ Liter Flüssigkeit entstehen. Alles bis auf 1 ½ Gläser (ca. 375 ml) der Flüssigkeit zur Paella geben.
Den Safran im Mörser zerreiben, in etwas Wasser oder Wein auflösen und zur kochenden Paella geben. Außerdem Rosmarin, Pfeffer und Salz sowie die geschälten Garnelen hinzufügen.
Wenn die Flüssigkeit zu kochen beginnt, den Reis dazugeben und bei starker Hitze 6–8 Minuten kochen. Die Temperatur reduzieren und garen, bis der Reis fast gar ist. Von Zeit zu Zeit die zuvor abgegossene Flüssigkeit nachgießen, den Reis dabei aber nicht umrühren, sondern nur die Pfanne schütteln. Weitere 10 Minuten garen. Die Muscheln, die gekochten Garnelen und die Pimiento-Streifen obenauf legen. Die Paella etwa 5 Minuten ziehen lassen und mit Zitronenspalten servieren.
Guten Appetit!
Inspiriert von „Great dishes from Spain“ von J. Mendel

KOCHBUCH
Barbara


