Ich habe Botwina, die polnische Suppe aus junger Roter Bete samt Blättern, zum ersten Mal in meinem Leben gekocht. Ich frage mich immer wieder, wie es sein kann, dass sich der Geschmack mit der Zeit so sehr verändert. Vor Kurzem konnte ich Botwina noch nicht einmal ansehen. Als ich sie dann zubereitet hatte, konnte ich gar nicht genug davon bekommen. Auch mein Mann und die Töchter haben (zu meiner Freude) kräftig zugelangt.
Wie in meinem Elternhaus üblich, koche und serviere ich die Kartoffeln separat.
Gekocht habe ich die Suppe mit Hilfe meiner Mama, die mir aufgeschrieben hat, wie sie richtig lecker wird.
Zubereitung:
In einem großen Topf die Rippchen mit Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt und Piment zum Kochen bringen. Das Suppengemüse waschen und schneiden: Karotte und Sellerie in Würfel, Zwiebel und Lauch schneide ich in der Mitte durch und fische sie wieder heraus, bevor ich die Botwinka hinzufüge. In einem Topf die Butter zerlassen und das Gemüse darin anbraten. Wenn das Gemüse angebraten ist, zum Fleisch geben und kochen, bis es weich ist. Die Botwinka waschen und hacken. Die Rote-Bete-Knollen in kleine Würfel schneiden. Alles zur kochenden Brühe geben. Essig oder Zitronensaft hinzugießen, damit die Suppe ihre Farbe nicht verliert, und weiterkochen, bis die Rote Bete weich ist.
In einem separaten Topf die Kartoffeln kochen (das kann man auch schon vorher machen).
Am Ende der Kochzeit kann man Sahne hinzufügen. Nach Geschmack würzen. Den Dill hacken und in die Suppe geben. Die Suppe mit einem Ei servieren, die Kartoffeln dazu in einem Schälchen zum „Dazunehmen“ reichen.
Guten Appetit!

KOCHBUCH
Barbara


