Während ich auf den Start der Lauch-Aktion warte (zu der ich euch herzlich einlade), zeige ich euch noch ein paar Rezepte. In letzter Zeit hat sich bei mir einiges angesammelt …
Haferflockenbrot
Ich bin stolz auf mich! Und warum? Weil es mir endlich gelungen ist, ein Brot zu backen. Ein essbares Brot. Zugegeben, ich habe mit einem Hefebrot angefangen, denn mein Sauerteig reifte noch im Glas. Die Brote mit Sauerteig warten schon in der Warteschlange auf ihre Veröffentlichung.
Dieses Brot hat uns allen geschmeckt. Wenn es nicht aus Weizenmehl wäre, würde ich es seeehr oft backen. Aber ich werde es bestimmt mehr als einmal wiederholen. Es hat eine perfekt harte, knusprige, leicht angeröstete Kruste und erinnert mich geschmacklich ein wenig an das polnische Brot, das ich kenne. Ach, so ein Baltonowski-Brot oder ein Landbrot fehlt mir hier wirklich. Gut, dass ich mir jetzt selbst eins backen kann.
Es ist sehr einfach zuzubereiten. Das Einzige, woran man denken muss, ist, den Vorteig und die Haferflockenmasse am Vortag anzusetzen, aber das dauert nur einen Moment. Danach braucht man nur etwas Zeit und Geduld, um sich am Ende über Duft und Geschmack zu freuen. Im Vergleich zu vielen anderen Broten muss man aber nicht stundenlang auf das Aufgehen des Teigs warten. Ich setze Vorteig und Haferflockenmasse abends an und backe das Brot am nächsten Morgen. Einmal habe ich vergessen, die Haferflockenmasse anzusetzen, und habe stattdessen zarte Haferflocken mit Schmelzflocken vermischt. Auch das hat funktioniert.
Das Rezept stammt von Zorra, die ein PDF mit der Zusammenfassung ihres Projekts zur Verfügung gestellt hat. In 12 Monaten hat sie auf Basis eines einzigen Vorteigs 12 Brote und Brötchen gebacken. Absolut empfehlenswert.
Haferflockenbrot
Zutaten: (für 1 Brot)
Vorteig:
- 150 g Weizenmehl
- 100 g Wasser
- 2 g frische Hefe
- 2 g Salz
Haferflockenmasse:
- 50 g Haferflocken
- 150 g kochendes Wasser
Hauptteig:
- 350 g Weizenmehl
- 110-120 g Wasser
- 7 g frische Hefe
- der gesamte Vorteig
- die gesamte Haferflockenmasse
Haferflockenbrot
Zubereitung des Vorteigs:
Alle Zutaten vermischen und gut verkneten. Zugedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Anschließend für 12, maximal 24 Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank oder an einen kühlen Ort stellen.
Haferflockenmasse:
Die Haferflocken in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. In eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Abdecken und ebenfalls über Nacht stehen lassen, allerdings bei Zimmertemperatur.
Am nächsten Tag – der Hauptteig:
Am besten knetet man alles mit der Küchenmaschine. Das Wasser zum Vorteig geben und warten, bis er sich etwas aufgelöst hat. Alle Zutaten außer dem Salz in die Schüssel geben und etwa 4 Minuten auf kleiner Stufe kneten (bei mir Stufe 1 von 2 möglichen). Das Salz zugeben und weitere 6 Minuten auf Stufe 2 kneten (Zorra gibt zuerst Stufe 1,5 von 4 möglichen an, danach Stufe 2). Den Teig zugedeckt eine Stunde ruhen lassen und nach 30 Minuten einmal falten. Danach einen runden Laib formen und mit dem Schluss nach unten in ein mit Mehl und Haferflocken bestreutes Gärkörbchen legen. Zudecken und 45 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen samt Backblech auf 230 Grad vorheizen (das Blech sollte ganz unten eingeschoben sein). Das Brot vorsichtig aus dem Körbchen lösen und auf das Blech legen (am besten das Brot aus dem Körbchen auf das Blech „kippen“). 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200 Grad reduzieren, die Ofentür kurz öffnen, um den Dampf entweichen zu lassen, und weitere 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Guten Appetit!

KOCHBUCH
Barbara

